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Zweifach- oder Dreifachverglasung: Was Sie wirklich wissen müssen

Erstellt am

14.06.2026

Zweifachverglasung vs. Dreifachverglasung: Vergleich der Wärmedämmung, U-Werte und Einsatzbereiche im Altbau, Neubau und bei energetischen Sanierungen.

Kurz zusammengefasst: Dreifachverglasung halbiert den Wärmeverlust gegenüber Zweifachverglasung (Ug-Wert 0,5-0,7 statt 1,0-1,3 W/m²K). Sie ist heute Standard im Neubau und bei Komplettsanierungen. Im unsanierten Altbau drohen Schimmelprobleme, weil sich der Taupunkt von der Scheibe in die Wand verlagert. Für staatliche Förderung brauchen Sie Dreifachverglasung. Die Mehrkosten amortisieren sich in 8-12 Jahren.

Die Antwort in Kürze:

  • Neubau und Gesamtsanierung: Dreifachverglasung (Ug 0,5-0,7 W/m²K) halbiert den Wärmeverlust, spart langfristig Heizkosten
  • Unsanierter Altbau: Zweifachverglasung oft besser, verhindert Schimmel durch Taupunkt-Verschiebung
  • Staatliche Förderung: Nur mit Dreifachverglasung möglich, 15-20 Prozent Zuschuss
  • Wirtschaftlichkeit: 15-25 Prozent Mehrpreis, Amortisation in 8-12 Jahren bei 30-40 Jahren Lebensdauer

Wir arbeiten seit über 40 Jahren im Raum Viernheim und Mannheim mit Fenstern und Verglasung. Die Frage "Zweifach oder Dreifach?" war vor 20 Jahren eine Randnotiz. Heute ist sie die wichtigste Entscheidung beim Fenstertausch.

Die meisten Ratgeber erklären Ihnen Grundlagen. Wir zeigen Ihnen, worauf es in der Praxis wirklich ankommt.

Die Wahl der richtigen Verglasung folgt keinem Bauchgefühl. Sie folgt klarer Logik aus Physik, Baustandard und Ihrem konkreten Gebäude.

Was ist Isolierglas und wie funktioniert es?

Isolierglas besteht aus mindestens zwei Glasscheiben. Ein Abstandhalter trennt sie, eine Versiegelung dichtet den Rand ab. Der Zwischenraum wird mit Edelgas gefüllt, meist Argon oder Krypton.

Warum Gas statt Luft?

Edelgase leiten Wärme schlechter als Luft. Weniger Wärme geht verloren. Argon reduziert die Wärmeleitfähigkeit um etwa 30 Prozent gegenüber Luft.

Der Abstandhalter: Die warme Kante

Der Abstandhalter ist entscheidend. Moderne Systeme nutzen "warme Kante"-Abstandhalter aus Kunststoff oder Edelstahl. Ältere Aluminiumrahmen leiten Kälte direkt ins Glas. Das führt zu Kondensation und Schimmelrisiko.

Die Beschichtung macht den Unterschied

Auf einer innenliegenden Glasfläche befindet sich eine hauchdünne Metalloxidschicht. Unsichtbar für Sie, physikalisch entscheidend. Diese Beschichtung reflektiert Wärmestrahlung zurück in den Raum, lässt aber Licht durch.

Wichtig zu wissen: Modernes Isolierglas arbeitet nicht durch dickere Scheiben, sondern durch intelligentere Scheiben mit Gasfüllung und Wärmeschutzbeschichtung.

Der Ug-Wert: Die Kennzahl, die Sie verstehen müssen

Bevor Sie zwischen Zweifach und Dreifach entscheiden, müssen Sie eine Kennzahl kennen: den Ug-Wert. Mit ihm bewerten Fachleute die Qualität der Verglasung.

Der Ug-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient des Glases):

Der Ug-Wert misst die Wärmedurchlässigkeit der Verglasung. Je niedriger, desto besser die Dämmung.

  • Dreifachverglasung: Ug-Werte bis 0,5 W/m²K
  • Zweifachverglasung: Ug-Werte 1,0 bis 1,3 W/m²K

Ein Ug-Wert von 1,0 W/(m²K) bedeutet: Pro Quadratmeter Glasfläche und pro Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen geht 1 Watt Wärmeleistung verloren. Je niedriger dieser Wert, desto weniger Heizenergie verschwindet nach draußen.

Wichtig zu wissen: Der Ug-Wert bestimmt, wie viel Heizenergie Sie über die Verglasung verlieren. Er ist die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen.

Zweifachverglasung: Aufbau, Einsatzbereiche und Grenzen

Zweifachverglasung besteht aus zwei Glasscheiben mit einem gasgefüllten Zwischenraum. Standard-Ug-Werte liegen bei 1,0 bis 1,3 W/m²K.

Der typische Aufbau:

Standard-Zweifachverglasung hat üblicherweise den Aufbau 4-16-4: zwei Glasscheiben mit jeweils 4 mm Stärke, getrennt durch einen 16 mm breiten, mit Argon gefüllten Zwischenraum. Gesamtstärke: 24 mm.

Für besondere Anforderungen gibt es Varianten:

  • Schallschutz: 6-16-4 (26 mm), die dickere Außenscheibe verbessert die Schalldämmung
  • Bessere Dämmung: 4-18-4 (26 mm), der breitere Zwischenraum senkt den U-Wert auf etwa 1,0 W/(m²K)

Warum unterschiedliche Glasstärken beim Schallschutz?

Bei der Schallschutzvariante 6-16-4 ist eine Scheibe dicker. Das ist kein Zufall. Asymmetrische Aufbauten verhindern, dass sich bestimmte Schallfrequenzen im Scheibenzwischenraum aufschaukeln. Die unterschiedlichen Glasstärken schwingen bei unterschiedlichen Frequenzen, das dämpft den Schall effektiver.

Die optimale Breite des Zwischenraums

Die Breite des gasgefüllten Zwischenraums beeinflusst die Dämmwirkung direkt: Bis etwa 16 mm steigt die Dämmleistung mit zunehmender Breite. Darüber hinaus bringt mehr Abstand kaum noch Verbesserung, es entstehen sogar Konvektionsströmungen im Gasraum, die die Dämmung verschlechtern. Deshalb ist 16 mm der Standard.

Was bedeutet das für Sie? Bei der Sanierung von Altbauten ist die Einbautiefe des Rahmens oft begrenzt. Alte Holzfenster hatten Falztiefen von 14 bis 18 mm. Für moderne Zweifachverglasung mit 24 mm Gesamtstärke müssen die Falze oft angepasst oder die Rahmen komplett getauscht werden.

Das bedeutet konkret:

Pro Quadratmeter Glasfläche gehen bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin etwa 1,0 bis 1,3 Watt Wärmeleistung verloren. Je niedriger der Wert, desto besser die Dämmung.

Zweifachverglasung erfüllt die Mindestanforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), aber nur knapp. Für Neubauten nach GEG (Gebäudeenergiegesetz) reicht sie oft nicht mehr aus.

Wo Zweifachverglasung sinnvoll ist:

  • Sanierung von Bestandsgebäuden, bei denen das Gesamtsystem (Dämmung, Heizung) nicht auf Passivhaus-Niveau liegt
  • Fenster in unbeheizten Nebenräumen wie Garagen oder Kellern
  • Situationen, in denen das Gewicht der Verglasung eine Rolle spielt (z. B. bei älteren Beschlägen)
  • Budget-Projekte, bei denen der Mehrpreis für Dreifachverglasung wirtschaftlich nicht darstellbar ist

Zweifachverglasung ist heute die Ausnahme. Für Neubauten und energetische Sanierungen ist Dreifachverglasung Standard.

Wichtig zu wissen: Zweifachverglasung erfüllt zwar Mindestanforderungen, reicht aber für staatliche Förderung und moderne Energiestandards nicht aus.

Dreifachverglasung: Der neue Standard

Dreifachverglasung fügt eine dritte Glasscheibe hinzu. Das schafft zwei gasgefüllte Zwischenräume statt einem. Standard-Ug-Werte liegen zwischen 0,5 und 0,7 W/(m²K).

Der typische Aufbau:

Standard-Dreifachverglasung folgt meist dem Aufbau 4-16-4-16-4: drei Glasscheiben mit jeweils 4 mm, getrennt durch zwei 16 mm breite Gasräume. Gesamtstärke: 44 mm.

Für spezielle Anforderungen oder begrenzte Einbautiefen gibt es kompaktere Varianten:

  • Kompaktversion: 4-12-4-12-4 (36 mm), wenn die Falztiefe begrenzt ist
  • Optimierte Version: 4-14-4-14-4 (40 mm), guter Kompromiss zwischen Dämmung und Einbautiefe
  • Schallschutz: 6-14-4-14-4 (42 mm), asymmetrischer Aufbau für bessere Schalldämmung

Warum schmalere Zwischenräume bei Dreifachverglasung?

Bei Dreifachverglasung werden oft Zwischenräume von 12 bis 14 mm verwendet, obwohl 16 mm theoretisch besser dämmen würden. Der Grund ist praktisch: Zwei Zwischenräume à 16 mm plus drei Scheiben à 4 mm ergeben 44 mm Gesamtstärke. Das ist bereits die Grenze für Standardrahmen. Kompaktere Aufbauten mit 12 mm Zwischenräumen erreichen nur 36 mm und passen damit auch in Rahmen mit begrenzter Falztiefe.

Argon oder Krypton? Die Gasfüllung im Detail

Standard ist Argon, ein inertes Gas, das deutlich schlechter Wärme leitet als Luft. Bei den schmaleren Zwischenräumen der Dreifachverglasung ist Krypton sinnvoll. Es hat eine noch geringere Wärmeleitfähigkeit und arbeitet auch bei Abständen unter 12 mm effektiv. Krypton ist aber deutlich teurer. In der Praxis kommt es vor allem bei Passivhausfenstern oder extrem kompakten Aufbauten zum Einsatz.

Was bedeutet das für die Dämmleistung?

Wenn wir uns die Ug-Werte ansehen, wird der Unterschied greifbar: Zweifachverglasung liegt bei 1,0 bis 1,3 W/(m²K), Dreifachverglasung bei 0,5 bis 0,7 W/(m²K).

Das ist nicht nur "ein bisschen besser".

Das ist eine Halbierung des Wärmeverlusts.

Wir verbauen heute in fast jedem Neubau Dreifachverglasung. Nicht weil es Trend ist, sondern weil es physikalisch und wirtschaftlich die richtige Wahl ist.

Die Vorteile sind messbar:

  • Deutlich niedrigere Heizkosten über die gesamte Lebensdauer
  • Höhere Oberflächentemperatur der Scheibe auf der Raumseite, das bedeutet weniger Zugluftgefühl und kein Kondensationsrisiko
  • Besserer Schallschutz durch die zusätzliche Scheibe und die größere Gesamtdicke
  • Höherer Wiederverkaufswert der Immobilie

Die Innenscheibe bei Dreifachverglasung bleibt wärmer. Das erhöht den Wohnkomfort spürbar. Sie sitzen näher am Fenster, ohne Kälte zu spüren.

Der Nachteil:

Dreifachverglasung ist schwerer. Ein Quadratmeter wiegt etwa 30 Kilogramm statt 20 Kilogramm bei Zweifachverglasung. Das erfordert stabilere Beschläge und Rahmen. Bei der Sanierung von Altbauten mit älteren Beschlägen wird das relevant.

Wichtig zu wissen: Dreifachverglasung halbiert den Wärmeverlust. Der Mehraufwand für stärkere Beschläge zahlt sich durch niedrigere Heizkosten aus.

Wann welches Glas zum Einsatz kommt

Die Wahl zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung folgt keinem Automatismus. Sie folgt einer Abwägung aus Gebäudestandard, Nutzung und Wirtschaftlichkeit.

Dreifachverglasung ist die richtige Wahl bei:

  • Neubauten nach GEG oder KfW-Effizienzhaus-Standard
  • Sanierungen, bei denen das Gebäude auf einen hohen energetischen Standard gebracht wird
  • Wohnräumen mit hoher Nutzungsintensität (Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer)
  • Fenstern an Nordseiten oder schattigen Lagen, wo kein solarer Gewinn zu erwarten ist
  • Gebäuden in Regionen mit strengen Wintern

Zweifachverglasung ist ausreichend bei:

  • Bestandsgebäuden mit begrenztem Sanierungsbudget, bei denen keine Gesamtsanierung geplant ist
  • Nebenräumen wie Kellern, Garagen, Abstellräumen
  • Denkmalgeschützten Gebäuden, bei denen Gewicht und Optik eingeschränkte Optionen bieten
  • Fenstern in Wintergärten oder Veranden, die nicht dauerhaft beheizt werden

Wir beraten in jedem Projekt individuell. Die richtige Verglasung hängt nicht nur vom Fenster ab, sondern vom gesamten Gebäudekonzept.

Wichtig zu wissen: Die Entscheidung folgt keinem Schema. Sie ergibt sich aus Gebäudestandard, Nutzung und Wirtschaftlichkeit.

Dreifachverglasung im Altbau: Wann sie zum Problem wird

Hier wird es komplex. Genau deshalb wird dieser Punkt so oft übersehen.

Dreifachverglasung ist nicht automatisch die bessere Wahl. Im unsanierten Altbau drohen Schimmelprobleme. Das hat mit Physik zu tun, nicht mit der Qualität der Verglasung.

Das Problem heißt Taupunkt-Verschiebung.

Je besser eine Verglasung dämmt, desto wärmer bleibt die Innenscheibe im Winter. Das ist zunächst positiv, weil weniger Wärme verloren geht.

Gleichzeitig verändert sich dadurch das Temperaturverhalten im Raum.

Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit als kalte Luft. Trifft diese feuchte Luft auf eine kalte Oberfläche, entsteht Kondenswasser.

Früher war bei älteren Fenstern die Scheibe die kälteste Stelle im Raum, dort sammelte sich Feuchtigkeit. Man konnte sie abwischen, lüften. Das Problem war sichtbar und beherrschbar.

Was passiert bei Dreifachverglasung im ungedämmten Altbau?

Wenn eine gut dämmende Dreifachverglasung eingebaut wird, bleibt die Scheibe deutlich wärmer. In einem ungedämmten Gebäude ist dann die Wand oder die Laibung kälter als das Glas.

Die Feuchtigkeit verlagert sich von der Scheibe in den Wandbereich.

Die kälteste Stelle ist nicht mehr das Glas, sondern die Laibung oder die Außenwand. Genau dort droht Schimmel.

Das Problem ist nicht sichtbar wie beschlagene Scheiben. Es entwickelt sich im Laibungsbereich, an den Fensteranschlüssen, an Stellen, die Sie erst bemerken, wenn es zu spät ist.

Wann ist Zweifachverglasung im Altbau die bessere Wahl?

Wenn das Gebäude energetisch nicht saniert ist (keine Fassadendämmung, keine Dachdämmung, alte Heizung), ist Zweifachverglasung oft die vernünftigere Lösung.

Nicht weil sie besser dämmt. Sondern weil sie das Feuchtigkeitsverhalten nicht so stark verändert.

Die Scheibe bleibt kühler, die Feuchtigkeit kondensiert weiterhin am Glas, nicht in der Wand. Das ist nicht ideal, aber es ist beherrschbar.

Wann macht Dreifachverglasung im Altbau Sinn?

Nur wenn eine Gesamtsanierung geplant oder bereits durchgeführt wurde:

  • Außenwände sind gedämmt
  • Dach oder oberste Geschossdecke ist gedämmt
  • Die Heizung ist auf einem modernen Stand
  • Die Lüftungssituation ist geklärt (kontrollierte Lüftung oder Lüftungskonzept)

Dann ergibt Dreifachverglasung auch im Altbau Sinn. Weil das gesamte System dann auf einem energetischen Niveau arbeitet, bei dem die Wände nicht mehr die Schwachstelle sind.

Unsere Empfehlung aus der Praxis in Viernheim und Umgebung:

Wir schauen uns bei jeder Altbausanierung in Viernheim, Mannheim, Weinheim oder Lampertheim das Gebäude als Ganzes an. Nicht nur die Verglasung. Wenn nur die Fenster getauscht werden sollen, aber sonst nichts passiert, raten wir oft zu Zweifachverglasung.

Das ist nicht die energetisch optimale Lösung. Aber es ist die ehrliche Lösung, weil sie Folgeschäden verhindert.

Dreifachverglasung im unsanierten Altbau ist wie ein Hochleistungsmotor in einem alten Auto: technisch möglich, aber systemisch problematisch.

Staatliche Förderung: Warum Sie Dreifachverglasung brauchen

Hier entsteht ein Dilemma:

Um Förderungen von BAFA oder KfW zu erhalten, müssen neue Fenster (als Gesamtsystem aus Glas und Rahmen) einen Wärmedurchgangskoeffizienten von maximal 0,95 W/(m²K) erreichen. Diesen Wert schaffen in der Praxis nur dreifachverglaste Fenster. Zweifachverglasung reicht nicht aus.

Die Förderung beträgt 15 Prozent der Investitionskosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) sogar 20 Prozent. Bei einem Fenstertausch für 15.000 Euro sind das bis zu 3.000 Euro Zuschuss.

Was bedeutet das in der Praxis?

Wenn Sie im unsanierten Altbau Dreifachverglasung einbauen wollen, um die Förderung zu bekommen, müssen Sie gleichzeitig Rahmenbedingungen schaffen, damit kein Schimmelproblem entsteht:

  • Zumindest die Laibungen müssen gedämmt werden
  • Ein Lüftungskonzept muss her (kontrollierte Lüftung oder konsequentes Stoßlüften)
  • Idealerweise sollten zumindest Teilbereiche der Fassade gedämmt werden

Wir beraten transparent: Wenn Sie die Förderung nutzen wollen, müssen wir über die Verglasung hinausdenken. Sonst tauschen Sie ein Problem gegen ein anderes.

Die Förderung macht Dreifachverglasung attraktiver, aber sie hebt die Physik nicht auf.

Wichtig zu wissen: Dreifachverglasung im unsanierten Altbau funktioniert nur mit Laibungsdämmung und Lüftungskonzept. Sonst droht Schimmel.

Die wirtschaftliche Rechnung: Was sich lohnt

Dreifachverglasung kostet etwa 15 bis 25 Prozent mehr als Zweifachverglasung. Die Frage ist: Wann hat sich das amortisiert?

Wir haben eine Beispielrechnung für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 20 Quadratmetern Fensterfläche gemacht:

Mehrkosten Dreifachverglasung: ca. 1.500 bis 2.000 Euro

Energieeinsparung pro Jahr: ca. 150 bis 200 Euro (bei Gas- oder Ölheizung, abhängig vom Energiepreis)

Amortisationszeit: 8 bis 12 Jahre

Das klingt nach langer Zeit. Aber: Fenster halten 30 bis 40 Jahre. Die Mehrkosten zahlen sich über die Lebensdauer mehrfach aus.

Und das rechnet noch nicht ein:

  • Höherer Wiederverkaufswert der Immobilie
  • Besserer Wohnkomfort
  • Geringeres Risiko für Bauschäden durch Kondensation
  • Mögliche Förderungen durch KfW oder BAFA, die die Mehrkosten teilweise decken

Dreifachverglasung ist heute keine Luxusentscheidung mehr. Sie ist die wirtschaftlich vernünftige Wahl für jedes Gebäude, das langfristig genutzt wird.

Wichtig zu wissen: Bei 30-40 Jahren Lebensdauer amortisiert sich Dreifachverglasung zwei- bis dreimal. Rechnen Sie Förderungen mit ein, verkürzt sich die Amortisationszeit weiter.

Fazit: Welche Verglasung ist die richtige für Sie?

Nach über 40 Jahren im Raum Viernheim, Mannheim, Weinheim und Heidelberg haben wir die Entwicklung von Einfach- über Zweifach- zu Dreifachverglasung komplett miterlebt.

Heute ist Dreifachverglasung bei Neubauten und Gesamtsanierungen Standard. Die Physik ist eindeutig: Halbierter Wärmeverlust, niedrigere Heizkosten, höherer Wohnkomfort.

Bei unsanierten Altbauten beraten wir individuell. Wenn keine Gesamtsanierung geplant ist, empfehlen wir manchmal bewusst Zweifachverglasung, um Schimmelprobleme zu vermeiden. Das ist nicht die energetisch beste Lösung, aber die ehrliche.

Die richtige Verglasung hängt von Ihrem Gebäude ab.

Ob Sie in Viernheim, Mannheim oder Weinheim wohnen: Wir analysieren Ihr Gebäude, prüfen den Sanierungsstand und geben Ihnen eine fundierte Empfehlung. Keine Verkaufsphrasen, sondern Fakten.

Am Ende zählt nicht, was theoretisch besser ist. Es zählt, was für Ihr Gebäude funktioniert.

Schreinerei Baureis aus Viernheim: Ihr Partner für Fenster und Verglasung im Raum Mannheim, wo Handwerk, Erfahrung und Systemdenken zusammenkommen.

Häufig gestellte Fragen zu Zweifach- und Dreifachverglasung

Was ist der Unterschied zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung?

Zweifachverglasung besteht aus zwei Glasscheiben mit einem gasgefüllten Zwischenraum (Ug-Wert 1,0-1,3 W/m²K). Dreifachverglasung hat drei Scheiben und zwei Zwischenräume (Ug-Wert 0,5-0,7 W/m²K). Der Wärmeverlust halbiert sich bei Dreifachverglasung.

Lohnt sich Dreifachverglasung finanziell?

Ja. Die Mehrkosten von 15-25 Prozent amortisieren sich in 8-12 Jahren. Bei einer Lebensdauer von 30-40 Jahren zahlt sich die Investition mehrfach aus. Mit staatlicher Förderung (15-20 Prozent) verkürzt sich die Amortisationszeit weiter.

Ist Dreifachverglasung im Altbau sinnvoll?

Das hängt vom Sanierungsstand ab. Im unsanierten Altbau drohen Schimmelprobleme, weil sich der Taupunkt von der Scheibe in die Wand verlagert. Bei Gesamtsanierung (gedämmte Wände, modernes Heizsystem) ist Dreifachverglasung die richtige Wahl.

Welche Verglasung brauche ich für staatliche Förderung?

Für BAFA- oder KfW-Förderung müssen neue Fenster einen Wert von maximal 0,95 W/m²K erreichen. Das schaffen nur dreifachverglaste Fenster. Zweifachverglasung reicht nicht aus. Die Förderung beträgt 15-20 Prozent der Investitionskosten.

Ist Dreifachverglasung schwerer als Zweifachverglasung?

Ja. Ein Quadratmeter Dreifachverglasung wiegt etwa 30 kg, Zweifachverglasung etwa 20 kg. Das erfordert stabilere Beschläge und Rahmen. Bei Altbausanierung mit älteren Beschlägen muss das berücksichtigt werden.

Welche Gesamtstärke haben Zweifach und Dreifachverglasung?

Standard-Zweifachverglasung (4-16-4) hat 24 mm Gesamtstärke. Standard-Dreifachverglasung (4-16-4-16-4) hat 44 mm. Für begrenzte Einbautiefen gibt es Kompaktvarianten mit 36-40 mm.

Wann ist Zweifachverglasung die bessere Wahl?

Zweifachverglasung ist sinnvoll bei unsanierten Altbauten ohne Gesamtsanierungsplan, unbeheizten Nebenräumen (Keller, Garage), denkmalgeschützten Gebäuden mit begrenzten Optionen und Budget-Projekten ohne Förderung.

Was kostet Dreifachverglasung mehr als Zweifachverglasung?

Dreifachverglasung kostet etwa 15-25 Prozent mehr. Bei 20 m² Fensterfläche sind das Mehrkosten von 1.500-2.000 Euro. Die Energieeinsparung beträgt ca. 150-200 Euro pro Jahr.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Dreifachverglasung halbiert den Wärmeverlust: Ug-Wert 0,5-0,7 W/m²K gegenüber 1,0-1,3 W/m²K bei Zweifachverglasung
  • Standard im Neubau: Dreifachverglasung ist heute Standard bei Neubauten und Gesamtsanierungen, Zweifachverglasung die Ausnahme
  • Vorsicht im unsanierten Altbau: Dreifachverglasung droht Schimmel durch Taupunkt-Verschiebung, wenn Wände nicht gedämmt sind
  • Förderung nur mit Dreifachverglasung: Staatliche Förderung (15-20 Prozent) gibt es nur für Fenster mit maximal 0,95 W/m²K
  • Wirtschaftlich sinnvoll: Mehrkosten amortisieren sich in 8-12 Jahren, bei 30-40 Jahren Lebensdauer zahlt sich die Investition mehrfach aus
  • Systemdenken ist entscheidend: Die richtige Verglasung hängt vom Gesamtsystem ab (Dämmung, Heizung, Lüftung), nicht von der Verglasung allein
  • Fachgerechte Beratung zahlt sich aus: Die Entscheidung sollte nach individueller Begutachtung des Gebäudes getroffen werden

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